
Auto in katastrophalem Zustand: Polizei stoppt Fahrzeug auf der A40
Straelen - VW - Polizei
VW Sharan auf der A40 bei Straelen gestoppt: Person ungesichert transportiert – massive Mängel festgestellt
Eine Verkehrskontrolle auf der Autobahn A40 bei Straelen hat am Donnerstagvormittag (05. Februar 2026) ein erschreckendes Bild geliefert. Gegen 09:15 Uhr baten Beamte der Bundespolizei die Polizei des Kreises Kleve um Unterstützung. Eine Streife hatte ein Fahrzeug mit französischer Zulassung bemerkt und an der Abfahrt Straelen zur Kontrolle angehalten.
Da der Gesamtzustand des Fahrzeugs bereits auf den ersten Blick Zweifel an der Verkehrssicherheit aufkommen ließ, übernahm der spezialisierte Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Kleve die weitere Überprüfung. Die Beamten trauten dabei offenbar ihren Augen kaum: Der kontrollierte VW Sharan war im Innenraum nahezu vollständig „entkernt“ worden.
Innenraum komplett umgebaut – Person ohne Sicherung transportiert
Nach Angaben der Polizei hatte der Fahrer alle Sitze und Sicherheitsgurte entfernt – mit Ausnahme des Fahrer- und Beifahrersitzes. Auf der dadurch entstandenen Ladefläche transportierte der Fahrer eine Person, ohne jede Sicherung. Dieser Umstand stellt nicht nur eine massive Gefahr dar, sondern kann auch erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Der Vorfall zeigt erneut, wie wichtig eine konsequente Kontrolle auf Autobahnen wie der A40 ist. Gerade im grenznahen Raum rund um Straelen fällt der Polizei regelmäßig Verkehr auf, der besondere Aufmerksamkeit erfordert.
Schon von außen sichtbar: Klebeband statt Rücklicht-Abdeckung
Bereits bei der Sichtprüfung stellten die Beamten deutliche Mängel fest. Besonders auffällig zeigte sich die hintere rechte Beleuchtungseinrichtung: Sie war offenbar nur noch mit Klebeband befestigt, zudem fehlte die Abdeckung vollständig.
Auch die Lenkung machte Probleme. Beim Einschlagen der Räder hörten die Beamten ein deutliches Knacken – ein Hinweis auf mögliche Schäden an sicherheitsrelevanten Bauteilen.
Öl, Lappen im Kühlerbereich und schwere Schäden unter dem Fahrzeug
Im Motorraum fanden die Beamten massive Ölverschmutzungen. Im Bereich des Kühlers lag sogar ein Lappen, der offenbar dazu dienen sollte, austretende Schmierstoffe aufzufangen. Solche improvisierten „Reparaturen“ können im Straßenverkehr schnell lebensgefährlich werden.
Unter dem Fahrzeug entdeckte der Verkehrsdienst weitere gravierende Schäden. Dazu gehörten unter anderem:
- durchgerostete Träger
- ein Auspuffrohr, das lediglich mit Draht befestigt war
- ausgeschlagene Fahrwerksfedern hinten, die durch Holzkeile abgestützt wurden
Kfz-Meister bestätigt weitere gravierende Mängel
Die Polizei stellte den VW Sharan daraufhin sicher und beauftragte eine weitergehende technische Untersuchung durch einen Kfz-Meister. Dabei bestätigten sich nicht nur die bereits sichtbaren Mängel – es kamen weitere schwerwiegende Defekte hinzu.
So war der Bremssattel hinten rechts defekt, zudem war die Fahrwerksfeder vorne rechts gebrochen. Ein lastenabhängiges Bremsventil fehlte komplett. Außerdem zeigte sich die hintere Bremse vollständig schwergängig. Auch die montierte Rad-Reifen-Kombination entsprach nicht den zulässigen Vorschriften.
Weiterfahrt untersagt – Sicherheitsleistung angeordnet
Die Polizei untersagte die Weiterfahrt umgehend. Gegen den Fahrzeugführer ordneten die Beamten außerdem die Zahlung einer Sicherheitsleistung an. Damit sollte sichergestellt werden, dass mögliche Bußgelder und Kosten nicht ins Leere laufen.
Der Fall macht deutlich: Wer ein Fahrzeug in einem solchen Zustand bewegt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Die Kontrolle auf der A40 bei Straelen verhinderte vermutlich Schlimmeres.
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