ICE musste vor Einfahrt stoppen
Ein Gleisläufer im Hamburger Hauptbahnhof hat in der Nacht zum 9. Juni 2026 erhebliche betriebliche Einschränkungen im Bahnverkehr verursacht. Nach Angaben der Bundespolizei musste ein ICE auf der Anfahrt zum Hauptbahnhof vorübergehend gestoppt werden, da sich eine Person unbefugt im Gleisbereich aufhielt.
Fahrgast verschlief Ausstieg und gelangte in Abstellgruppe
Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 32-jähriger Mann als Fahrgast in einem Metronom-Zug eingeschlafen. Dadurch verpasste er offenbar seinen regulären Ausstieg am Hamburger Hauptbahnhof und fuhr unbeabsichtigt bis in die Abstellgruppe weiter.
Der Triebfahrzeugführer versuchte zunächst, den Mann zu wecken. Nachdem der Fahrgast schließlich aufgewacht war, verließ er den Zug jedoch nicht auf regulärem Weg. Stattdessen stieg er direkt in den Gleisbereich aus und machte sich zu Fuß auf den Weg in Richtung Hauptbahnhof.
Bundespolizei leitet sofort Maßnahmen ein
Der Triebfahrzeugführer informierte umgehend die Einsatzzentrale der Bundespolizeiinspektion Hamburg über den sogenannten Gleisläufer. Daraufhin wurden sofort betriebliche Sicherungsmaßnahmen eingeleitet.
Ein ICE konnte aufgrund der Gefahrenlage nicht in den Hauptbahnhof einfahren und musste vor dem Bahnhof anhalten. Gleichzeitig suchten mehrere Streifen der Bundespolizei den betroffenen Bereich ab, um den Mann aus dem Gefahrenbereich zu retten.
Lebensgefährlicher Aufenthalt im Gleisbereich
Während des Einsatzes lief der reguläre Bahnverkehr im Hauptbahnhof teilweise weiter. Nach Angaben der Bundespolizei brachte sich der Mann durch seinen Aufenthalt im Gleisbereich in erhebliche Lebensgefahr.
Zwischenzeitlich verließ der 32-Jährige den Gleisbereich eigenständig. Einsatzkräfte der Bundespolizei trafen ihn anschließend vor der Gemeinsamen Sicherheitswache von Bundes- und Landespolizei im Hauptbahnhof an.
Dort klärten die Beamten den Mann eindringlich über die Gefahren im Gleisbereich auf. Zu dem Vorwurf des unbefugten Aufenthalts in den Gleisen äußerte sich der deutsche Staatsangehörige nicht.
Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet
Die Bundespolizei leitete gegen den Mann ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Darüber hinaus erhielt er einen Platzverweis für den gesamten Hamburger Hauptbahnhof.
Bundespolizei warnt erneut vor Gefahren an Bahnanlagen
Aus aktuellem Anlass weist die Bundespolizeiinspektion Hamburg erneut auf die erheblichen Risiken an Bahnanlagen hin. Der Aufenthalt im Gleisbereich ist verboten und kann lebensgefährliche Folgen haben. Triebfahrzeugführer können Hindernissen nicht ausweichen und benötigen häufig sehr lange Bremswege.
Nach Angaben der Bundespolizei gefährden Personen durch leichtsinniges Verhalten in den Gleisen nicht nur sich selbst, sondern auch Reisende sowie Einsatz- und Rettungskräfte.
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Weitere Informationen zum Thema Bahnsicherheit veröffentlicht die Bundespolizei.





