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Angeklagte (28) trägt die Namen ihrer Kinder am Arm

Solingen - Sie ist als fünffache Kinds-Mörderin angeklagt

Wuppertal  – Als Christiane K. (28) am Montagmorgen in den Gerichtssaal kommt, trägt sie am Handgelenk ein offenbar selbst gebasteltes Armband: Auf schwarzem Stoff sind in roter Farbe die Namen ihrer getöteten Kinder Melina (†1), Leonie (†2), Sophie (†3), Timo (†6) und Luca (†8) zu lesen.

Was will die Todesmutter damit ausdrücken? Trauer, Reue – ein Rätsel!

Die Anklage wirft ihr vor, die fünf Kinder ermordet zu haben. Christiane K. soll sie mit Medikamenten betäubt und dann ertränkt oder erstickt haben. Zwar schweigt sie im Prozess, aber die Beweislage ist erdrückend.

Das Gericht vernahm am Montag eine ehemalige Kripo-Beamtin (67). Sie bearbeitete 2007 die Sexual-Straftaten in Mönchengladbach. Konnte sich aber nicht an den damaligen Fall von Christiane K. erinnern.

Die Todesmutter behauptete in der Vergangenheit unter anderem, vom eigenen Vater missbraucht worden zu sein.

Die Verteidiger gehen davon aus, dass sich daraus möglicherweise eine Persönlichkeitsstörung ergab, die sie zur Tatzeit des Mordes schuldunfähig werden ließ. Ein Gutachter soll dies betätigen. Sollte sich das bewahrheiten, bekäme Christiane K. statt lebenslanger Haft wohl eine Einweisung in die Psychiatrie.

Dienstag wird das Verfahren fortgesetzt.

RTL

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