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Baby-Blutproben in Klinik jahrelang gefälscht?

Halle

Halle – Schwere Vorwürfe gegen das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Halle. Eine Mitarbeiterin soll über mehrere Jahre hinweg die Laborwerte der Neugeborenen-Screenings manipuliert haben.

Die Klinik selbst befürchtet, dass es sich dabei um etwa 800 gefälschte Untersuchungen handelt, wie die MZ berichtete. Demnach wurde bei Stichproben festgestellt, dass es sich nicht um Säuglingsblut, sondern um das eines Erwachsenen handelte.

Die Pflegekraft sei bereits entlassen worden – LKA und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen.

„In den kommenden Tagen und Wochen werden wir alle Familien gezielt kontaktieren, die konkret betroffen sind“, erklärte das Krankenhaus. „Auch werden Rückstellproben aus dem Neugeborenen-Screening der Wochenstation ausgewertet.“

Man habe bereits einige Familien angeschrieben und zu einer Nachuntersuchung eingeladen.

Die Laboruntersuchung der Blutproben beim Neugeborenen-Screening dient zur Früherkennung von Krankheiten bei Säuglingen in den ersten Lebenstagen.

Warum die Mitarbeiterin dafür offenbar ihr eigenes Blut abnahm und nicht das der Babys –völlig unklar.

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