AllgemeinKuriosesNews

der Fall Elisa Lam † – das original Video aus dem Fahrstuhl

Der Fall Elisa Lam befasst sich mit dem Verschwinden und dem Tod der kanadischen Staatsbürgerin Elisa Lam .
(30. April 1991 in Vancouver, British Columbia; † Anfang Februar 2013 in Los Angeles, Kalifornien).

Lams Leichnam wurde am 19. Februar 2013 aus einem Wassertank auf dem Dach des Cecil Hotels in der Innenstadt von Los Angeles geborgen, nachdem sie knapp drei Wochen als vermisst galt. Die mysteriösen Umstände ihres Todes führten weltweit zu medialem Aufsehen und trugen dazu bei, dass der Fall zu einem Internetphänomen wurde.

Nach Lams Verschwinden beschwerten sich Hotelgäste über Probleme mit der Wasserversorgung. Sie berichteten über unzureichenden Wasserdruck, eine schwärzliche Verfärbung und einen eigenartigen Geschmack des Wassers.
Daraufhin untersuchte ein Hotelmitarbeiter am 19. Februar 2013 die Wassertanks auf dem Hoteldach, welche die Bäder auf den Hotelzimmern, die Hotelküche und einen Coffeeshop mit Wasser versorgten.
In einem rund drei Meter hohen Tank fand er Lams nackte Leiche, die wochenlang im Wasser gelegen hatte.

Laut dem Autopsiebericht wies Lams Körper keine Alkohol- oder Drogenrückstände auf. Auch seien an der Leiche keine Spuren einer Fremdeinwirkung sichtbar gewesen. Ihr Tod wurde vom Gerichtsmediziner als Unfall eingestuft. Als Todesursache wurde Ertrinken genannt

Vor ihrem Verschwinden hatte Lam täglich in Telefonkontakt mit ihrer Familie gestanden, das letzte Telefonat fand am 31. Januar 2013 statt. An diesem Tag wurde Lam, deren Checkout aus dem Cecil Hotel für den 1. Februar 2013 geplant war, auch zum letzten Mal vom Hotelpersonal gesehen. Als ihre Eltern ab dem 1. Februar 2013 nichts mehr von ihr hörten, verständigten sie Anfang Februar das Los Angeles Police Department und reisten nach Los Angeles, um nach ihrer Tochter zu suchen.

Die Polizei inspizierte Lams Hotelzimmer und suchte mit Spürhunden das Hotel einschließlich seines Daches ab, die Tiere konnten die Fährte der Vermissten jedoch nicht aufnehmen.
Mangels eines hinreichenden Verdachts des Vorliegens einer Straftat war es der Polizei rechtlich nicht möglich, jedes der Hotelzimmer zu durchsuchen.
Am 6. Februar 2013 verteilten Polizisten Fahndungsblätter in der Umgebung des Hotels. Einen Tag später wandte sich die Polizei zusammen mit Lams Familie in einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit und bat um Hinweise aus der Bevölkerung, die zum Auffinden Lams führen könnten.

Am 13. Februar 2013 postete die Polizei von Los Angeles ein Video auf ihrer Website, das die Aufzeichnung einer Überwachungskamera eines Fahrstuhls des Cecil Hotels zeigt. In dem Beitrag, in dem das Video eingebettet ist, bittet die Polizei um Hinweise und um Kontaktaufnahme von Personen, die sie gesehen haben.
Zu Beginn der vierminütigen Aufzeichnung öffnet sich die Aufzugtür und Lam betritt die Fahrstuhlkabine. Sie betätigt die Knöpfe mehrerer Stockwerke und stellt sich danach in eine vom Flur aus nicht einsehbare Ecke des Fahrstuhls. Der Aufzug reagiert nicht, die Tür bleibt geöffnet. Lam schaut mehrmals aus dem Fahrstuhl und tritt dann wieder in die Aufzugkabine zurück. Am Ende der Aufnahme verlässt sie den Fahrstuhl und gestikuliert mit den Armen, die Tür des Aufzugs schließt und öffnet sich mehrmals.

Das Video generierte viel Aufmerksamkeit. Lams Verhalten in dem Video wurde von den Medien unter anderem als „merkwürdig“ und „seltsam“ beschrieben.
Auf viele Betrachter wirkt es, als interagiere sie mit einer nicht sichtbaren Person oder verstecke sich vor jemandem.
Experten für Körpersprache, die das Video analysierten, kamen zu dem Schluss, dass Lam nicht ängstlich wirke, sondern eher mit jemandem zu flirten scheine.
Sie erwecke den Eindruck, als sei sie aufgeregt, verspielt und sexuell erregt. Ihr Verhalten sei mit dem von Personen vergleichbar, die unter Einfluss einer Partydroge stünden.

Mehrere Verschwörungstheoretiker sind der Ansicht, dass das Video vor seiner Veröffentlichung bearbeitet wurde. So wird spekuliert, dass circa 54 bis 55 Sekunden des Videomaterials herausgeschnitten, der Zeitstempel unkenntlich gemacht und das Video verlangsamt worden seien. Erklärt wird die vermutete Bearbeitung unter anderem damit, dass die Polizei möglicherweise die Identität anderer, unschuldiger Personen schützen wolle, die ebenfalls in dem Video zu sehen seien, weshalb sie die entsprechenden Sequenzen herausgeschnitten habe.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"