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Großkontrolle im Rhein-Sieg-Kreis: Polizei stoppt Lkw mit gefährlicher 26-Tonnen-Ladung

Roadpol-Aktionswoche - Polizei

Roadpol-Kontrolle! Polizei ahndet 20 Verstöße – Lkw-Ladung sorgt für Vollsperrung

Im Rhein-Sieg-Kreis hat die Polizei im Rahmen der europaweiten Roadpol-Aktionswoche eine großangelegte Kontrolle durchgeführt. Beamte des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde beteiligten sich am Sonntag (08. Februar) an Schwerpunktkontrollen in Hennef, Sankt Augustin und Troisdorf. Die Maßnahmen liefen zwischen 06:00 Uhr und 14:00 Uhr und standen unter dem Motto „Truck und Bus“. Roadpol (European Road Policing Network) ist ein europaweites Netzwerk von Verkehrspolizeien innerhalb der Europäischen Union. Ziel der Aktionswochen: Kontrollen bündeln, Verstöße konsequent verfolgen und die Verkehrssicherheit erhöhen. Die aktuelle Schwerpunktwoche richtet sich gezielt gegen Regelverstöße im Schwerlastverkehr.

Roadpol-Kontrolle Rhein-Sieg-Kreis: 20 Ordnungswidrigkeitenanzeigen am Sonntag

Die Bilanz der Kontrollaktion fiel deutlich aus: Die Polizei stellte eine ganze Reihe an Verstößen fest. Insgesamt fertigten die Einsatzkräfte 20 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Den größten Anteil machten Verstöße gegen die Schrittgeschwindigkeit beim Rechtsabbiegen von Lkw aus. Zusätzlich stellten die Beamten mehrfach fest, dass die Betriebserlaubnis von Fahrzeugen erloschen war. Gerade das Rechtsabbiegen stellt bei großen Fahrzeugen ein besonders hohes Risiko dar. Lkw-Fahrer müssen in vielen Situationen extrem langsam abbiegen, um Radfahrer und Fußgänger nicht zu gefährden. Wer hier zu schnell fährt, riskiert schwere Unfälle – und muss mit empfindlichen Sanktionen rechnen.

26 Tonnen schlecht gesichert: Lkw in Troisdorf gerät in gefährliche Schieflage

Auch in den Folgetagen kontrollierte die Polizei den Schwerlastverkehr besonders intensiv. Ein besonders auffälliger Verstoß ereignete sich am Dienstagvormittag (10. Februar) in Troisdorf. Gegen 10:50 Uhr fiel ein Lkw an der Poststraße auf, der seine über 26 Tonnen schwere Ladung offenbar nicht ausreichend gesichert hatte. Der Lastwagen war auf dem Weg nach Spanien und hatte erst etwa einen Kilometer zurückgelegt, als der 35-jährige Fahrer bemerkte, dass Teile der Ladung umgestürzt waren. Durch das verrutschte Gewicht geriet der gesamte Auflieger in eine gefährliche Schieflage. Die Polizei stoppte das Fahrzeug und leitete sofort Maßnahmen zur Absicherung ein.

Bergungsunternehmen aus Köln muss helfen – Poststraße 45 Minuten gesperrt

Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, musste ein spezielles Bergungsunternehmen aus Köln hinzugezogen werden. Die Experten sicherten die Ladung zunächst provisorisch, damit der Lkw an geeigneter Stelle neu beladen werden konnte. Währenddessen sperrten Einsatzkräfte die Poststraße für etwa 45 Minuten vollständig. Der 35-jährige Lkw-Fahrer aus Russland leistete vor Ort eine Sicherheitsleistung im Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen fehlender Ladungssicherung. Danach entließ die Polizei ihn aus den Maßnahmen. Zusätzlich leitete die Polizei auch gegen den Verlader ein Bußgeldverfahren ein.

Polizei kündigt weitere Kontrollen im Schwerlastverkehr an

Die Kreispolizeibehörde machte deutlich, dass sie auch in den kommenden Tagen ein besonderes Augenmerk auf Lkw und Busse legen wird. Die Roadpol-Kontrolle Rhein-Sieg-Kreis soll vor allem verhindern, dass technische Mängel, gefährliche Fahrweisen oder unzureichend gesicherte Ladung zu schweren Unfällen führen. Gerade bei Transporten mit hoher Tonnage kann eine einzige Nachlässigkeit massive Folgen haben. Umstürzende Ladung gefährdet nicht nur den Fahrer, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Die Polizei setzt daher weiterhin auf Kontrollen, Abschreckung und konsequente Ahndung. Mehr Blaulicht-News findest Du auch in unseren Rubriken News, Deutschland und Verkehr. Weitere Informationen zur Verkehrssicherheit und zu Schwerpunktkontrollen bietet auch die Polizei NRW: polizei.nrw.

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