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Hat Schweden seine Corona-Statistik gefälscht?

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Stockholm – Trotz der weltweiten Corona-Krise blieben Läden, Friseure und Schulen in Schweden (rund 10,1 Mio. Einwohner) geöffnet.
Die Regierung riet zwar dazu, Ältere in den Senioren- und Pflegeheimen nicht zu besuchen, ein Verbot gab es aber nicht oder nur in den Heimen, in denen es bereits Corona-Infektionen gab. Ende vergangener Woche wurden die Anordnungen leicht verschärft – die Schweden müssen beim Einkaufen nun Abstand halten – aber ansonsten hat sich dort das Leben kaum verändert.

Erstaunlich war zunächst: Trotz des lockeren Umgangs mit dem Virus schien sich die Pandemie dort genauso zu entwickeln wie in den Ländern, in denen strenge Auflagen die Ausbreitung des Coronavirus bremsen sollen.
Bis Samstag meldete das Land mehr als 6000 bestätigte Infektionen, 373 Menschen seien an der Covid-19-Erkrankung gestorben. Täglich kämen zwischen 25 und 30 hinzu.
Damit entsprach die Anzahl der Toten im Vergleich zur Bevölkerungsgröße in etwa den Quoten der skandinavischen Nachbarländer Finnland, Norwegen und Dänemark.
Doch offenbar stimmen die Zahlen nicht!
Am Sonntagmorgen wurde bekannt, dass die bisherigen Zahlen falsch sind – und sogar rückwirkend geändert wurden.

Laut der schwedischen Nachrichtenagentur „tt“ hatten die Gesundheitsbehörden am 25. März verkündet, dass man 42 Corona-Tote registriert habe. Heute zeigt die Statistik eine Zahl von 97 Toten (!) an genau diesem 25. März. Am 26. März meldeten die Behörden 66 Tote, heute steht dort eine 124.

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