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Mann über Bord auf der „MS Europa“

Hamburg

Hamburg – Tragisches Unglück in der Nordsee vor der niederländischen Küste!

Ein älterer Mann ist am Montagmittag bei einer Kreuzfahrt auf Luxus-Traumschiff „Europa“ in der Nähe der niederländischen Inseln Vlieland und Texel offenbar über Bord gegangen und wird seither vermisst. Umgehend nach der Vermisstenmeldung wurden Rettungsmaßnahmen eingeleitet.

Nach ersten Informationen soll ein Passagier in den Mittagsstunden durch seine Reisebegleitung an Bord als vermisst gemeldet worden sein. Eine Suche an Bord des Schiffes führte jedoch nicht zum Erfolg. Daher ist davon auszugehen, dass der Mann über Bord gegangen sei.

Schiffstracking-Seiten war zu entnehmen, dass das Kreuzfahrtschiff seit etwa 13 Uhr deutscher Zeit von seinem ursprünglichen Kurs abgewichen ist und zu einer bestimmen Position zurückgekehrt ist und weitere Suchmuster abgefahren hat. Als Ziel wurde bei den Schiffstracking-Seiten „SAR OPS“ angezeigt – eine Abkürzung für „Search and Rescue Optimal Planning System“.

Im Zuge der Suche stiegen auch niederländische Hubschrauber und ein Suchflugzeug auf und überflogen bis zum Abend die Nordsee. Auch Schiffe, die in der Nähe der holländischen Küste kreuzten, beteiligten sich an der Suche – bisher ohne Erfolg, der Mann blieb verschwunden. Am Abend wurde nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden und der Seenotleitung die Suche abgebrochen.

Bei dem vermissten Mann soll es sich um einen älteren Gast (ca. 80 Jahre) handeln, der über die Reling fiel und dann 27 Meter in die Tiefe stürzte. Seine Überlebenschancen sind gleich null, es herrschen 5 m hohe Wellen.

Das Luxus-Traumschiff „Europa“, der Hamburger Luxus-Reederei „Hapag Lloyd Cruises“, das sich derzeit auf einer 13-Tage-Tour von Hamburg über Bordeaux zurück nach Kiel befindet, hat aktuell durch Corona bedingt nur 240 Passagiere an Bord, vorwiegend aus dem deutschsprachigen Raum Europas.

Die Reederei „Hapag Lloyd Cruises“ erklärte gegenüber BILD: „Unter Zuhilfenahme der Aufzeichnungen der Überwachungskameras haben wir keine Hinweise auf einen Unfall oder Fremdverschulden.“

Unterdessen hat die „Europa“ ihre Reise in Richtung Antwerpen wieder aufgenommen. Weitere Untersuchungen erfolgen durch die Behörden vor Ort. Die Reisebegleitung des vermissten Passagiers wird an Bord betreut. Ein Seelsorgeteam zur Unterstützung für Crew und Gäste ist unterwegs und wird schnellstmöglich an Bord gehen.

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