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Mutter (37) mit Bierflasche erschlagen

Leipzig – Eine junge Mutter wurde beim Waldspaziergang erschlagen.
Offenbar von ihrem Ex-Freund! Eine Woche nach dem grausamen Verbrechen hat ein Mann das Verbrechen zumindest teilweise eingeräumt.
Den mutmaßlichen Täter beschreibt ein Ermittler als „Vorzeigeflüchtling, der gewalttätig geworden ist“.

Vergangenen Mittwoch im Leipziger Wald:
Myriam Z. (37) genießt die Mittagssonne, spaziert über die Neue Linie.
Ihre Tochter Ava (8 Wochen alt) hat sie im Tragetuch ganz nah bei sich.

Dann taucht jener Mann vor ihr auf, den sie einst liebte.
Den sie verließ und der die Trennung nie verkraftete.
Der ihr nachstieg, der sie immer wieder belästigte und gegen den sie sogar ein Kontaktverbot erwirkt haben soll.

Und der nun durchdreht, als er die Ex mit dem Kind eines anderen sieht.

Sein Name: Edris Z. (30). Er hat eine Bierflasche dabei und an diesem Tag die letzten Skrupel verloren.
Er schlägt mit der Flasche auf die junge Mutter ein, trifft sie schwer am Kopf.
Myriam Z. will nur ihr Baby schützen, schirmt das Kind mit ihrem Körper ab – und bietet dem Schläger so wohl noch mehr Angriffsfläche.
Als die Rettungskräfte sie finden, liegt sie über ihrem unverletzten Kind.

Zwei Tage später stirbt Myriam im Krankenhaus. Gegen Edris Z. wird wegen Mordes ermittelt. Er sitzt in U-Haft.

Unglaublich: Der mutmaßliche Mörder galt einmal als Musterbeispiel für gelungene Integration!

Edris Z. flüchtete als Fünfjähriger mit seiner Familie aus Afghanistan. Erst nach Leisnig, dann nach Döbeln: Die einst einflussreiche afghanische Familie muss immer wieder umziehen. Edris Z. berichtet später von Fremdenhass in der sächsischen Provinz. Doch er will sich durchkämpfen.

Wird in der Schule Klassensprecher, macht Abi, spielt im Verein Handball und studiert schließlich in Leipzig Philosophie. Er hält (mit leicht sächsischem Zungenschlag) Reden, gibt Interviews. 2015, nach 20 Jahren in der Bundesrepublik, bekommt Edris Z. endlich den deutschen Pass.

Und beschwert sich 2018 in der „taz“ über seine späte Einbürgerung. Der linken Tageszeitung erklärt er auch, warum er in der Flüchtlingshilfe arbeitet: „Ich wollte dort Platz besetzen. Damit kein weißer Deutscher kommt und sein Helfersyndrom an der Hilfsbedürftigkeit der Ausländer auslässt.“

Dort lernt Edris Z. wohl auch sein mutmaßliches Opfer kennen. Myriam Z. ist hier, weil sie besonders weiblichen Flüchtlingen helfen will. Durch ihr Arabistik-Studium und ihren algerischen Vater kennt sie die kulturellen Hintergründe. Sie träumt davon, später einmal in Algerien am Meer eine „Bed&Breakfast“-Pension zu eröffnen.

Nachbarn aus der Südvorstadt beschreiben sie als hilfsbereit. Sie sei „geduldig, freundlich und loyal“ gewesen, sagt Michaela Ranft (48), in deren Café am „Kanal 28“ Myriam früher als Studentin jobbte:
„Als sie zum ersten Mal bei mir auftauchte und nach einem Job fragte, mochte ich sie und ihr strahlendes Lächeln sofort!“
2016 soll sie nach Algerien gereist sein, um dort als Übersetzerin zu arbeiten.
Aber offensichtlich geht etwas schief, sodass sie wieder nach Leipzig zu ihrer deutschen Mutter zurückkommt.

Und hier wohl auch Edris Z. trifft. Der Mann, der sie töten wird, wohnt in der selben Straße wie sie.

Quelle NTV * BILD * privat

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