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Rettungsrucksack aus Hochhaus geworfen – Rettungswagen bei Einsatz beschädigt

Dresden - Rettungseinsatzes - Sachbeschädigung

Sachbeschädigung während Rettungseinsatz – Polizei ermittelt

Ein erschütternder Vorfall hat sich am Sonntagabend, dem 25. Januar 2026, in der Dresdner Seevorstadt ereignet. Während eines laufenden Rettungseinsatzes an der St. Petersburger Straße beschädigten bislang unbekannte Täter einen Rettungswagen sowie wichtiges Rettungsequipment. Die Polizei hat umgehend Ermittlungen aufgenommen.

Rettungseinsatz mutwillig behindert

Zwischen 18:58 Uhr und 21:16 Uhr versorgten Einsatzkräfte des Rettungsdienstes eine Patientin in der zehnten Etage eines Wohnhochhauses medizinisch. In einem kurzen, unbeobachteten Moment entwendeten Unbekannte einen Rettungsrucksack aus dem Einsatzbereich. Anschließend warfen sie den Rucksack aus einem Fenster des Hochhauses.

Der herabgeworfene Rettungsrucksack traf den vor dem Gebäude abgestellten Rettungswagen mit voller Wucht. Dabei entstanden erhebliche Schäden an der Motorhaube sowie an der Frontscheibe des Fahrzeugs. Auch der Inhalt des Rucksacks nahm Schaden, wie die Einsatzkräfte vor Ort feststellten.

Patiententransport verzögert sich

Durch die Tat verzögerte sich der Transport der Patientin deutlich. Die Leitstelle alarmierte einen weiteren Rettungswagen nach, um die medizinische Versorgung sicherzustellen. Erst danach brachten die Einsatzkräfte die Patientin in ein Krankenhaus. Glücklicherweise erlitt niemand Verletzungen.

Den beschädigten Rettungswagen nahmen die Verantwortlichen außer Dienst. Das Fahrzeug steht vorerst nicht mehr für weitere Einsätze zur Verfügung. Solche Ausfälle belasten den Rettungsdienst zusätzlich und können im Ernstfall lebensbedrohliche Folgen haben.

Deutliche Worte der Einsatzkräfte

Die Haltung der Einsatzkräfte fällt eindeutig aus. In einer Stellungnahme äußerten sie ihr Entsetzen über das Geschehen. Sie betonten, dass ein solcher Angriff auf einen laufenden Rettungseinsatz nicht nur ihre Arbeit massiv behindert, sondern auch Patientinnen und Patienten sowie unbeteiligte Passantinnen und Passanten gefährdet.

Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung und prüft weitere strafrechtliche Tatbestände. Hinweise von Zeuginnen und Zeugen könnten entscheidend zur Aufklärung beitragen.

Angriffe auf Rettungskräfte nehmen zu

Der Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein. Immer häufiger berichten Behörden über Angriffe und Behinderungen von Rettungskräften im Einsatz. Polizei und Rettungsdienste appellieren eindringlich an die Bevölkerung, Einsatzkräfte zu respektieren und ihre wichtige Arbeit nicht zu behindern.

Weitere aktuelle Polizeimeldungen findest Du auch in unserem Bereich News sowie unter Deutschland. Informationen der Polizei stellt zudem die Polizei bereit.

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