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Spider-Murphy-Gang Gründer ist tot

Skandal im Sperrbezirk war der größte Hit

Die Neue Deutsche Welle ist ohne die Spider Murphy Gang nicht denkbar. Mit „Skandal im Sperrbezirk“ landeten die Bayern einen großen Hit. Nun wird bekannt, dass Gründungsmitglied und Ex-Schlagzeuger Trojan Mitte September starb.

Der frühere Schlagzeuger und Mitgründer der bayerischen Kultband Spider Murphy Gang, Franz Trojan, ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Die Band wisse, dass er bereits am 15. September im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort gestorben sei, sagte ihr Konzertmanager Lothar Schlessmann.

(Trojan rechts starb mit nur 64 Jahren)

Trojan war bis 1992 Schlagzeuger der Spider Murphy Gang, deren größter Hit „Skandal im Sperrbezirk“ ist. Günther Sigl und Barny Murphy (bürgerlich: Gerhard Gmell) hatten die Spider Murphy Gang 1977 mit Trojan und Michael Busse ins Leben gerufen. Sie benannte sich nach dem fiktiven Saxofonisten in Elvis Presleys Song „Jailhouse Rock“. Wie damals oft, begann die Gruppe mit englischen Texten. Später stieg sie auf bayerischen Dialekt um und startete damit ihre eigene Stilrichtung.

Schlessmann von der Konzertagentur Hello Concerts sagte, die Band habe ihn gebeten, einen kurzen Trauertext im Netz zu veröffentlichen. In der Anzeige mit einem Jugendbild in Schwarz-Weiß heißt es: „Die Spider Murphy Gang trauert um ihren Ex-Drummer Franz Trojan.“ Dieser habe die letzten Jahre in Kamp-Lintfort verbracht. „Er möge in Frieden ruhen!“

Keiner im Umfeld der Band hatte Schlessmann zufolge zuletzt mehr Kontakt zu Trojan, der sich seit langem zurückgezogen hatte. In den 1980er-Jahren machten die Tophits über den „Skandal im Sperrbezirk“ im sauberen München und über die hochnäsige Münchner „Schickeria“ die Band deutschlandweit bekannt. Heute sind noch Sigl und Murphy aus der Urbesetzung dabei.

„Wir sind weltberühmt in Bayern“, ist einer von Sigls Lieblingssätzen – und ein Understatement. Die Band hat Fans im gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. Sigl sagte einmal: „Das Bayerische ist doch der beliebteste Dialekt – und alle kommen doch im Urlaub her.“

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