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Staatsanwaltschaft klagt an: So sadistische quält er die Kinder

Dippoldiswalde – Staatsanwalt Michael Vogler (57) hat schon zahlreiche schlimme Vorwürfe gegen Kriminelle verlesen. Doch als er am Amtsgericht Dippoldiswalde die Anklage gegen Enrico H. (34) vortrug, stockte auch dem erfahrenen Juristen der Atem: Der Freitaler soll seine drei Stieftöchter sadistisch gequält haben.

 

Die Mädchen waren acht, zehn und elf Jahre jung, als ihre Mutter sich in den damaligen Hilfsarbeiter verliebte und er bei ihnen einzog.

Acht Monate dauerte das Martyrium der Kinder, ehe das Jugendamt nach einem Hinweis einschritt, und die Kleinen aus der heimischen Hölle holte.

Bis dahin hatten sie laut Anklage Unfassbares zu ertragen:
Sie mussten Urin, Chilisauce, Essigreiniger trinken.
Der Stiefvater soll sie gezwungen haben, Hundekot und Regenwürmer zu essen.
Erbrach sich ein Mädchen, musste es das Erbrochene auflecken. 

Demnach „reinigte“ Enrico H. die Kinder mit einer Drahtbürste, versenkte ihnen mit einer Abbrennpistole Hände und Haare. Per Panzertape riss er ihnen die Augenbrauen aus dem Gesicht. Über 30 Widerlichkeiten listete die Anklage auf.

Enrico H. bestreitet. Eine Gutachterin hält dagegen eine Vielzahl der von den Kindern geschilderten Vorgänge für glaubhaft. Nun soll die Medizinerin im Gericht aussagen, ehe ein Urteil gefällt werden soll.

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