
Verwahrloster Listenhund in Warstein entdeckt: Polizei stößt auf vermülltes Haus mit weiteren Tieren
Ein Hinweis aus der Bevölkerung führte am Montagnachmittag (2. Februar) zu einem größeren Einsatz in Warstein. Gegen 17 Uhr meldeten Zeugen der Polizei einen freilaufenden Hund in der Straße „Walkemühle“. Als die Beamten vor Ort eintrafen, bestätigte sich der Verdacht schnell: Ein augenscheinlich stark verwahrloster und abgemagerter American Staffordshire Terrier fraß Abfall aus einer umgeworfenen Mülltonne.
Die Einsatzkräfte näherten sich dem Tier vorsichtig. Der Hund reagierte jedoch aggressiv, knurrte bedrohlich und fletschte die Zähne. Kurz darauf lief der Listenhund durch ein zerstörtes Fenster in ein Haus und verschwand im Inneren.
Polizei alarmiert Feuerwehr und Rettungsdienst wegen möglicher Notlage
Die Beamten klingelten und klopften mehrfach an der Haustür, doch niemand öffnete. Da die Polizei eine mögliche Notlage der Bewohner nicht ausschließen konnte, informierte sie den Rettungsdienst und die Feuerwehr. Nur wenige Augenblicke, bevor Feuerwehrkräfte die Tür öffnen wollten, trat eine Frau aus dem Haus. Sie erklärte, sie sei die Mutter eines Bewohners und passe aktuell auf das Haus auf.
Tierarzt betäubt Hund – Unterbringung im Tierheim Lippstadt
Das Ordnungsamt der Stadt Warstein beauftragte einen Tierarzt, der den American Staffordshire Terrier betäubte. Anschließend brachten Einsatzkräfte das Tier zur Versorgung und Unterbringung in ein Tierheim nach Lippstadt. Damit endete der Einsatz jedoch nicht, denn die Lage im Gebäude sorgte für weitere Maßnahmen.
Feuerwehr findet Katzen und Hausratten im völlig vermüllten Gebäude
Die Feuerwehr durchsuchte das Haus unter Atemschutz. Dabei entdeckten die Kräfte mehrere Katzen sowie in Käfigen untergebrachte Hausratten. Das Gebäude zeigte sich laut Einsatzlage in einem stark vermüllten Zustand. Aufgrund der aufgefundenen Tiere verständigten die Verantwortlichen das Veterinäramt des Kreises Soest, das nun die weitere Unterbringung und Versorgung organisiert.
Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz
Gegen die beiden Bewohner des Hauses – eine 29-jährige Frau und einen 40-jährigen Mann – laufen inzwischen Ermittlungen wegen einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz. Die Polizei prüft derzeit die Hintergründe und klärt, wie lange sich die Tiere in den vorgefundenen Zuständen befanden. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
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