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Welche Nebenwirkungen der Moderna-Impfstoff hat und weitere Fakten

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Der US-Pharmakonzern Moderna will am heutigen Montag als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragen.
Noch im Dezember könnte das große Impfen losgehen.
Der Name des Moderna-Vakzins: mRNA-1273.

Die wichtigsten Fakten zu dem Impfstoff

 

► Die Wirksamkeit laut Hersteller: 94,1 Prozent. Das gehe aus der neuesten Analyse von Daten der klinischen Phase III-Studie hervor, an der 30 000 Menschen in den USA teilnahmen.

► Eine Hälfte der Teilnehmer bekam dabei den Impfstoff, die andere Hälfte ein Placebo-Mittel. Für den vollen Impfschutz sind zwei Dosen in zeitlichem Abstand von 28 Tagen notwendig.

► Der Impfstoff des US-Konzerns ist bei normaler Kühlschranktemperatur lagerbar. Man gehe davon aus, dass das Mittel 30 Tage lang bei Temperaturen von 2 bis 8 Grad stabil bleibe, hieß es bereits Mitte November in einer Moderna-Mitteilung.


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Es gab 196 Covid-19-Fälle unter den 30 000 Probanden. Von diesen haben 185 ein wirkungsloses Placebo erhalten und elf den Impfstoff.

 Moderna berichtet von 30 schweren Fällen, die alle in der Placebo-Gruppe auftraten. Der Impfstoff habe damit eine 100-prozentige Wirksamkeit beim Schutz vor schweren Krankheitsverläufen, schlussfolgert das Unternehmen.

► Zu den häufigsten Nebenwirkungen des Impfstoffs zählen Müdigkeit, Rötungen und Schmerzen an der Einstichstelle sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Einige Teilnehmer zeigten grippeähnliche Symptome.

► Der Schutz durch die Impfung sei unabhängig von Alter, Geschlecht und ethnischer Herkunft gleich gewesen, erklärte Moderna. Noch vor Jahresende will das Unternehmen eine neue Studie starten, um den Impfstoff auch an Jugendlichen zu testen, sodass für diese bis September nächsten Jahres eine Impfung zur Verfügung stehen könnte.

► Die Aussicht auf einen möglicherweise schon bald einsatzfähigen Impfstoff ließ den deutschen Aktienindex Dax am Montagnachmittag auf 13 422 Punkte und damit den höchsten Stand seit Anfang September klettern.

Wie wirkt ein mRNA-Impfstoff?
Er enthält genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper dann ein Viruseiweiß herstellt. Ziel der Impfung ist es, das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern anzuregen, um die Viren abzufangen. Noch gibt es keinen zugelassenen Impfstoff dieser Art – und somit auch keine Langzeiterfahrungen.

 

Vergangene Woche hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitgeteilt, mit der 2010 gegründeten Firma Moderna sei ein Rahmenvertrag über bis zu 160 Millionen Impfstoff-Dosen abgeschlossen worden. Start der Auslieferung könnte laut Moderna noch im Dezember sein.

Bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema läuft schon länger ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren, das den Zulassungsprozess beschleunigen soll: Hersteller reichen dabei schon vor dem kompletten Zulassungsantrag einzelne Teile zu Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit ein.

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