E-Scooter mit 73 km/h: 17-Jähriger flüchtet vor Polizei
Nordhorn-Klausheide. Ein 17-jähriger Nordhorner hat sich am Donnerstag, 3. September 2026, mit einem technisch veränderten E-Scooter einer Polizeikontrolle entzogen. Nach einer mehrere Kilometer langen Verfolgungsfahrt stoppten die Beamten den Jugendlichen. Eine anschließende Messung zeigte, wie schnell das Fahrzeug tatsächlich fahren konnte: Der E-Scooter erreichte 73 km/h.
Gegen 14.50 Uhr bemerkte eine Streifenwagenbesatzung den E-Scooter auf der B213. Nach Angaben der Polizei war das Fahrzeug offensichtlich mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Die Beamten entschieden sich deshalb für eine Kontrolle und forderten den Fahrer zum Anhalten auf.
Jugendlicher setzt Fahrt mit hoher Geschwindigkeit fort
Der 17-Jährige folgte der Aufforderung zunächst und hielt kurzzeitig an. Anschließend setzte er seine Fahrt jedoch mit hoher Geschwindigkeit fort. Dabei nutzte er unter anderem Nebenwege und Zufahrten, um sich der Polizeikontrolle zu entziehen.
Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Nach wenigen Kilometern gelang es ihnen, den Jugendlichen zu stoppen. Danach untersuchte die Polizei den E-Scooter mit einem mobilen Rollenprüfstand.
E-Scooter mit 73 km/h auf dem Rollenprüfstand
Bei der technischen Überprüfung erreichte der E-Scooter eine Höchstgeschwindigkeit von 73 km/h. Nach Abzug der Messtoleranz legte die Polizei eine Geschwindigkeit von 70 km/h zugrunde.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft und nach richterlicher Bestätigung beschlagnahmten die Beamten das Fahrzeug. Der technisch veränderte E-Scooter soll eingezogen werden.
Gegen den 17-Jährigen leitete die Polizei unter anderem Strafverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein. Weitere Meldungen aus dem Bereich Verkehr sowie aktuelle Blaulichtmeldungen aus Deutschland gibt es auf BlaulichtMYK.
Polizei warnt vor technisch veränderten E-Scootern
Die Polizei warnt ausdrücklich vor den Gefahren technisch veränderter E-Scooter. Die Fahrzeuge sind für wesentlich niedrigere Geschwindigkeiten ausgelegt. Durch eine Leistungssteigerung verändern sich die Anforderungen an Bremsen, Reifen, Fahrwerk und Fahrzeugstabilität erheblich.
Ein E-Scooter mit 73 km/h kann bei einem Sturz oder einer Kollision schwere Folgen verursachen. Besonders junge Fahrer können die Risiken einer derart hohen Geschwindigkeit unterschätzen.
Technische Veränderungen können strafrechtliche Folgen haben
Die Polizei appelliert deshalb insbesondere an Eltern und junge Menschen, keine technisch veränderten E-Scooter im öffentlichen Verkehrsraum zu benutzen. Neben erheblichen Verletzungsgefahren drohen auch strafrechtliche Konsequenzen.
Wer ein derart verändertes Fahrzeug führt, benötigt unter Umständen eine entsprechende Fahrerlaubnis und einen vorgeschriebenen Versicherungsschutz. Technische Veränderungen, die einen E-Scooter auf Geschwindigkeiten eines Motorrads bringen, stellen nach Einschätzung der Polizei kein Kavaliersdelikt dar.
Erstellt mit Hilfe von KI






