Ein außergewöhnlicher Fund am Flughafen Köln/Bonn sorgt beim Zoll für Aufsehen. Eine 28-jährige Belgierin wollte mit ihrem siebenjährigen Sohn aus Istanbul einreisen. In ihrem Gepäck fanden die Beamten jedoch fast 57.000 unversteuerte Zigaretten. Selbst der Rucksack des Kindes enthielt Schmuggelware.
Zwölf Gepäckstücke voller Schmuggelzigaretten
Die Frau kam vor wenigen Tagen aus der Türkei am Flughafen Köln/Bonn an. Anschließend wollte sie das Terminal durch den grünen Zollausgang verlassen. Diesen Ausgang nutzen Reisende, die keine Waren anmelden müssen.
Doch die Zollbeamten bemerkten Auffälligkeiten auf den Röntgenbildern. Daraufhin kontrollierten sie das Gepäck genauer.
In vier großen Koffern und acht weiteren Gepäckstücken fanden die Einsatzkräfte fast ausschließlich unversteuerte Zigaretten verschiedener Marken. Kleidung und persönliche Gegenstände enthielt das Gepäck kaum.
Besonders auffällig: Auch der Rucksack des siebenjährigen Sohnes war voller Zigaretten.
Zoll Köln spricht von neuem Rekordwert
Für das Hauptzollamt Köln stellt die Menge einen außergewöhnlichen Fund dar. Pressesprecher Jens Ahland spricht von einem neuen Rekordwert.
Zwar gehören Reisende mit zu vielen Zigaretten aus der Türkei zum Alltag am Flughafen. Fast 57.000 Schmuggelzigaretten in zwölf Gepäckstücken stellen jedoch eine neue Größenordnung dar.
Die Beamten leiteten gegen die 28-Jährige noch vor Ort ein Steuerstrafverfahren ein. Außerdem stellten sie sämtliche Zigaretten sicher. Nach Abschluss des Verfahrens sollen die Waren vernichtet werden.
Auch die Mutter fiel bereits mit 15.000 Zigaretten auf
Bei der Kontrolle kam eine weitere Besonderheit ans Licht. Bereits Ende August hatte der Zoll die Mutter der 28-Jährigen am selben Flughafen kontrolliert.
Auch sie war aus Istanbul zurückgekehrt. Damals fanden die Beamten rund 15.000 unversteuerte Zigaretten in ihrem Gepäck.
Damit gerieten innerhalb weniger Monate zwei Frauen aus derselben Familie wegen Zigarettenschmuggels ins Visier des Kölner Zolls.
Weitere 7.000 Schmuggelzigaretten bei Geschwistern entdeckt
Auch bei einer weiteren Kontrolle am Flughafen Köln/Bonn machten die Zollbeamten einen Fund. Vor knapp einer Woche überprüften sie ein Geschwisterpaar nach dessen Rückkehr aus Syrien.
Der 37-jährige Deutsche hatte insgesamt 2.600 unversteuerte Zigaretten in zwei Koffern versteckt.
Bei seiner 41-jährigen Schwester mit niederländischer Staatsangehörigkeit fanden die Beamten weitere 4.400 Schmuggelzigaretten. Diese befanden sich in nur einem Koffer.
Auch hier erkannten die Zollbeamten die Zigaretten anhand ihrer typischen Struktur auf den Röntgenbildern.
Wie viele Zigaretten dürfen Reisende einführen?
Wer aus einem Land außerhalb der Europäischen Union nach Deutschland einreist, muss die geltenden Freimengen beachten.
Für den privaten Gebrauch dürfen Reisende ab 17 Jahren grundsätzlich folgende Mengen abgabenfrei mitbringen:
- 200 Zigaretten oder
- 250 Gramm Rauchtabak beziehungsweise Wasserpfeifentabak.
Wer die erlaubten Mengen überschreitet, muss die Waren beim Zoll anmelden. Andernfalls drohen steuerrechtliche Konsequenzen.
Weitere Informationen zu den Einfuhrbestimmungen bietet der deutsche Zoll.
Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.






